Case study:
Perspektiven
für morgen

Kunst: bunte Farben auf einer Leinwand

Co-kreativer Beteiligungsprozess und Zukunftsarbeit

Museum der Moderne
Juli 2025 - August 2026

Wie können Ausstellungen noch stärker aus der Perspektive der BesucherInnen entwickelt werden – und welche Art von Zusammenarbeit braucht es dafür?

Diese Frage haben wir im Museum der Moderne mit einem abteilungsgreifenden Kernteam in einem mehrmonatigen,
co-kreativen Entwicklungsprozess
beantwortet.

Im Zentrum standen die vielfältigen Bedürfnisse des diversen Publikums und das Museumserlebnis der Zukunft.

Die Ausgangslage & Herausforderung

Das Museum wollte den Vermittlungsgedanken stärker als integralen Bestandteil der Ausstellungskonzeption verankern. Gleichzeitig zeigte sich eine typische Herausforderung – in Kulturbetrieben, genauso wie in jeder anderen Art von Institution oder Unternehmen: Viele Abteilungen arbeiten hochspezialisiert, werden aber im Verlauf einer Ausstellung zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit unterschiedlicher Intensität eingebunden.

Die zentrale Leitfrage lautete daher: Wie können Ausstellungen künftig stärker aus der Perspektive der BesucherInnen entwickelt werden – und wie muss Zusammenarbeit im Haus dafür organisiert sein?

Vier Workshops:
vom Perspektivwechsel
zur Umsetzung

Mit Prinzipien aus der Innovationspraxis (Design Thinking: Wünsche der Zielgruppe sind im Fokus) und der Zukunfts- & Visionsarbeit haben wir den Blickwinkel Workshop für Workshop konsequent erweitert: über interne Abläufe hinaus, hin zum Erlebnis der Gäste.

1. Evaluieren: Bedürfnisse und aktuelle Besuchserlebnisse verstehen und hinterfragen

2. Gestalten: kuratorische Perspektiven erweitern & Vermittlung über alle Zielgruppen hinweg weiterdenken

3. Beteiligen: mehrstufiger, co-kreativer Ideenprozess mit allen Abteilungen

4. Verankern: Verantwortlichkeiten, Schnittstellen und Meilensteine definieren & die neue Roadmap entwickeln

Ergebnisse

Visionen als Kompass: Wunschszenarien für das Museumserlebnis der Zukunft

ARTgerechte Haltung: Interne Leitlinien und Prinzipien der Zusammenarbeit

Priorisierte Ideenmatrix: Einteilung mit Blick auf Machbarkeit & Wirkung

Roadmap für Ausstellungen: Zusammenarbeit mit Schnittstellen & Meilensteinen

Transfer-Playbook: Handlungsfelder, Quick Wins, Leuchtturmprojekte, Checklisten

Meine Rolle umfasste

  • die Konzeption & Moderation der Workshop-Serie,

  • die Entwicklung des methodischen roten Fadens,

  • und die Übersetzung der Ergebnisse in Werkzeuge für den Museumsalltag.

Dabei war mir besonders wichtig, dass der Prozess nicht bei abstrakten Visionen und Formulierungen stehen bleibt, sondern praxistaugliche Ergebnisse entstehen, mit denen das Team ab sofort weiterarbeiten kann.

So ist aus dem strategischen Ziel der stärkeren Publikumsorientierung eine Weiterentwicklung gewachsen, die eine nachhaltige Stärkung der internen Zusammenarbeit und der Ergebnisqualität ermöglicht.

Die Rolle von Hummelhirn

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Case Study "Beyond the Postcard"